Aus dem Kirchgemeinderat

Die Liebe und das Singen
Kirchenmusik (Foto: unsplash.com)


Anfang Sommer haben wir in der Schürstube alte Volkslieder gesungen und gestaunt wie viel es um die Liebe geht... Ausser wenn es sich um Berge und Sterne und Abendstille dreht ,ist eigentlich immer die Liebe das Thema. Sie treibt uns um, die Liebe! Jeder wünscht sie sich, manche finden sie, manchen suchen immer wieder...

Was sagen uns denn die alten Lieder zum Thema?

Zum Beispiel: wenn Sie nicht hübsch sind und nichts haben, gehen Sie Kirschen pflücken an einem Ort wo es viele gibt. Dann wird die Angebetete schon erkennen, was wahre Werte sind.

Nicht in den Krieg ziehen, sonst ist sie weg. Angesichts der Aktualität grad keine schöne Aussage und irgendwie ziemlich deplatziert.

Auf ein Bänklein sitzen, nahe zusammen rutschen und ein Müntschi austauschen. Das wird man nie bereuen.

Melken, käsen und Nidle schwingen mit dem Besen, dann hat der Mann Freud an der Frau.

Es gibt in den alten Volksliedern aber auch sehr viel gebrochene Mühlräder und Glocken und Herzen. Sie sind sehr oft in Moll und nicht in Dur geschrieben. Sie ist verletzlich, die Liebe und störungsanfällig. Man muss sie hüten und pflegen und gut zueinander sein.

Singen sie doch mal wieder zusammen! Es hat Freude gemacht die alten Melodien, die alten Texte mit verwunderlichen, lustigen, nachdenklichen und traurigen Aussagen zu hören, darüber auch nachzudenken.

Ende November, Anfang Dezember ist ein Adventssingen geplant. Vielleicht wäre das was für sie und ihren Mann, ihre Frau? Etwas zusammen machen, das man sonst nicht unbedingt macht? Etwas in die Gemeinsamkeit investieren?

Zum Schluss noch ein Tip aus einem Favoriten des Liederabends: einander einfach nicht aus den Augen lassen!

Seid lieb miteinander. Herzlich
Monika Ebner, Kirchgemeinderätin